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Mit Spezialisierung und Technologie in die Zukunft: Alexander Boldt im Finale des Jungmakler Awards

Das Bild zeigt den Makler Alexander Boldt, der im Finale des Jungmakler-Awards 2026 steht.

Wie Alexander Boldt mit fachlicher Spezialisierung, modernen Prozessen und der Unterstützung der vfm seinen eigenen Weg geht.

Wenn Alexander Boldt über seine Entwicklung der vergangenen zwei Jahre spricht, klingt dabei immer wieder ein Wort an: Vertrauen. Das Vertrauen seiner Kunden, seiner Familie, der Produktanbieter – und auch das Vertrauen, das ihm die vfm bei seinem Schritt aus der Ausschließlichkeit in die Maklerschaft entgegengebracht hat.

Seit dem 1. Juli 2024 ist der 39-Jährige als freier Versicherungsmakler tätig. Zuvor hatte er 19 Jahre bei der LVM Versicherung gearbeitet. Heute ist er Geschäftsführer der Westfalenmakler GmbH mit Sitz in Dortmund und berät bundesweit vor allem Sanitätshäuser und orthopädische Werkstätten. Mit seiner konsequenten Spezialisierung, einer individuell entwickelten Branchenlösung sowie dem Einsatz von KI und Prozessautomatisierung hat er sich inzwischen auch die Aufmerksamkeit der Versicherungsbranche gesichert: Alexander Boldt steht im Finale des Jungmakler Awards 2026.

Im Interview erzählt er, wie er seinen Wechsel vorbereitet hat, welche Rolle die vfm dabei spielte und warum er sich zunächst gar nicht für den Jungmakler Award bewerben wollte.

Herr Boldt, Sie waren 19 Jahre in der Ausschließlichkeitsorganisation der LVM tätig. Wie kam es zu dem Entschluss, in die Maklerschaft zu wechseln?

Alexander Boldt: Die Entscheidung ist über einen längeren Zeitraum gewachsen und war sehr gut vorbereitet. Ich habe mich intensiv mit der Frage beschäftigt, was ich beruflich und unternehmerisch eigentlich erreichen möchte. Dabei wurde mir immer klarer, dass meine eigenen Vorstellungen und die Möglichkeiten innerhalb der Ausschließlichkeitsorganisation zunehmend auseinanderliefen.

Ich hatte mich bereits seit vielen Jahren auf Sanitätshäuser und orthopädische Werkstätten spezialisiert. Dieses Geschäftsfeld war in der Ausschließlichkeit eher ungewöhnlich, weil ich bundesweit tätig war und sehr spezifische Lösungen für diese Branche entwickelt hatte. Gleichzeitig war ich in vielen Bereichen an Vorgaben gebunden und konnte nicht immer so flexibel agieren, wie ich es mir gewünscht hätte.

Auch meine persönliche Definition von Erfolg hat sich verändert. Zeit mit meiner Familie und flexibles Arbeiten sind für mich wichtiger geworden. Deshalb habe ich mich intensiv informiert, verschiedene Marktteilnehmer kennengelernt und Gespräche mit Maklern geführt, die diesen Weg bereits gegangen waren.

Am 1. Juli 2024 war es dann so weit: Ich bin in die Maklerschaft gewechselt und wurde Geschäftsführer der Westfalenmakler GmbH.

Warum haben Sie sich bei diesem Schritt für die vfm als Ihren Begleiter entschieden?

Für mich war wichtig, nicht komplett allein zu starten. Ich wollte einerseits die Freiheit eines unabhängigen Maklers haben, andererseits aber einen starken Partner an meiner Seite wissen, der mich beim Aufbau und bei den organisatorischen Themen unterstützt.

Bei der Suche nach einem passenden Verbund habe ich auf mehrere Dinge geachtet: direkte Anbindungen, einen Partner mit Verbundcharakter, gute technische Lösungen und einen kollegialen, familiären Umgang, sowie persönliche Betreuung. Die Zusammenarbeit sollte nicht wie eine reine Poollösung funktionieren, sondern auf Augenhöhe stattfinden.

Auf die vfm bin ich zunächst durch eine Internetrecherche und Gespräche auf der DKM aufmerksam geworden. Den entscheidenden Impuls gab mir dann ein ehemaliger Studienkollege, der bereits vor mir zur vfm gewechselt war. Er hat sehr positiv von seinen Erfahrungen berichtet und mir damit den letzten Anstoß gegeben.

Heute kann ich sagen, dass sich meine damaligen Erwartungen bestätigt haben. Die vfm ist für mich tatsächlich ein kollegialer Kooperationspartner auf Augenhöhe. Ich bekomme Unterstützung, ohne dass mir meine unternehmerische Freiheit genommen wird.

Wie hat die vfm Sie während des Umstiegs begleitet?

Die vfm hat mich durch den gesamten Prozess sehr strukturiert begleitet. Das beginnt bei der Vorbereitung und reicht bis zu den laufenden Themen im Makleralltag. Gerade beim Wechsel aus der Ausschließlichkeit ist es wichtig, einen klaren Plan zu haben und zu wissen, worauf es ankommt.

Ich konnte jederzeit auf kompetente Ansprechpartner zurückgreifen – beispielsweise bei Fragen zu Technik, Marketing, Vertrieb oder rechtlichen Themen. Das hat mir viel Sicherheit gegeben. Gleichzeitig hatte ich nie das Gefühl, dass mir jemand etwas vorschreiben möchte.

Ein wichtiger Baustein ist für mich auch Keasy, das Maklerverwaltungsprogramm der vfm. Wenn die technischen Lösungen gut zusammenspielen, macht das im täglichen Geschäft einen großen Unterschied. Für mich war deshalb entscheidend, dass die vfm nicht nur einzelne Leistungen anbietet, sondern ein Gesamtpaket, das sinnvoll ineinandergreift.

Auch bei der Entwicklung einer auf meine Zielgruppe zugeschnittenen Lösung war die Unterstützung der vfm sehr wertvoll. Die fachliche Spezialisierung und die Idee für ein bestimmtes Geschäftsmodell kann man selbst mitbringen. Die notwendige Marktposition und die entsprechenden Zugänge muss man sich als Newcomer aber erst einmal aufbauen. Die maßgeschneiderte Lösung für die Branche ist über vfm mit dieser Unterstützung entstanden.

Was zeichnet die Westfalenmakler GmbH und Ihre Beratung aus?

Unsere Spezialisierung auf Sanitätshäuser und orthopädische Werkstätten besteht bereits seit 2008. Damals hat mein Vater diesen Bereich aufgebaut, später habe ich ihn übernommen und konsequent weiterentwickelt.

Wir wollen nicht nur Versicherungsprodukte kennen, sondern die Branche unserer Kunden wirklich verstehen. Dazu gehört auch die Sprache, die Abläufe und die Herausforderungen, mit denen die Unternehmen täglich zu tun haben. Ich muss beispielsweise den Unterschied zwischen einer Prothese und einer Orthese kennen, mit Hilfsmittelnummern umgehen können und bestimmte Krankheitsbilder und Fachbegriffe einordnen können.

Dieses Wissen hilft uns vor allem bei der Beratung und in Schadenfällen. Wir verstehen schneller, worum es geht, können Sachverhalte besser einordnen und entwickeln Versicherungslösungen, die tatsächlich zur jeweiligen Branche passen.

Unser Wettbewerbsvorteil entsteht deshalb nicht allein durch den klassischen Produktvergleich. Wenn man in einer Branche tief drinsteckt, versteht man ihre Beweggründe und Probleme. Genau dieses Verständnis möchten wir in die Beratung einbringen.

Die Betreuung erfolgt bundesweit. Digitale Beratung und Videokonferenzen ermöglichen es uns, Kunden unabhängig von ihrem Standort zu betreuen. Das ist für unsere Zielgruppe besonders wichtig, weil wir nicht nur in Dortmund oder der näheren Umgebung tätig sind.

Wie kam es dazu, dass Sie am Jungmakler Award 2026 teilnehmen?

Ursprünglich war die Teilnahme gar nicht geplant. Über LinkedIn habe ich den Maklerkollegen Mauritz Mannsperger kennengelernt. Er beschäftigt sich ebenfalls mit dem Bereich der Heilnebenberufe und ich habe ihn mit meinem Fachwissen für seine Makler Gewerbe Academy unterstützt – ganz bewusst ohne Gegenleistung. Mir ist der Netzwerkgedanke wichtig, und ich finde, dass man sich unter Kollegen gegenseitig unterstützen sollte.

Auf der DKM 2025 haben wir uns dann erstmals persönlich getroffen. Mauritz war selbst im Jahr zuvor Finalist beim Jungmakler Award gewesen und ich hatte ihn damals als Zuschauer unterstützt. Irgendwann sagte er zu mir sinngemäß: „Eigentlich müsstest du mit dem, was du tust, auch dahin.“ Zunächst war ich skeptisch und habe mich gefragt, welchen konkreten Nutzen eine Teilnahme für mich haben sollte. Über Mauritz entstand schließlich der Kontakt zum Jungmakler Award. Ich habe zunächst an der Jungmakler Masterclass in Göttingen teilgenommen. Dort hat mich vor allem die Community aus jungen, ambitionierten und technisch interessierten Maklern überzeugt.

Erst danach habe ich mich offiziell beworben. Meine Motivation ist also nicht daraus entstanden, unbedingt einen Award gewinnen zu wollen, sondern aus dem Austausch mit anderen Maklern und dem Netzwerk, das sich daraus entwickelt hat.

Mit welchem Thema sind Sie angetreten?

Ich habe zwei Themen miteinander verbunden: meine fachliche Spezialisierung und die technologische Weiterentwicklung meines Maklerbetriebs. Zum einen geht es um die Spezialisierung auf Sanitätshäuser und orthopädische Werkstätten, unsere eigene Marke in diesem Bereich und das tiefe Branchenwissen, das dahintersteht. Zum anderen ging es um den Einsatz von KI und Prozessautomatisierung.

In meinem zehnminütigen Bewerbungsvideo habe ich die fachliche Spezialisierung relativ kurz vorgestellt und den Schwerpunkt auf meine technische Arbeitsweise gelegt. Ich wollte die Frage beantworten: Was mache ich, was nur ich und kein anderer macht? Meine Antwort darauf ist vor allem die konsequente Verbindung aus Branchenwissen, KI und automatisierten Prozessen. Ich wollte zeigen, dass Spezialisierung und Technologie keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig verstärken können.

Am Ende meines Bewerbungsvideos habe ich gesagt: „Ich bin nicht da, um mich als ein weiterer spezialisierter Nischenmakler mit Ihnen zu challengen, sondern Ihnen zu zeigen, wie Ihre Makler in fünf Jahren arbeiten werden.“ Ich glaube, diese Kombination hat eine wichtige Rolle dabei gespielt, dass ich den Weg bis ins Finale gehen durfte.

Was bedeutet Ihnen der Finaleinzug persönlich?

Ich bin eher ein bescheidener Mensch und habe meine eigene Arbeit lange nicht auf dem Niveau wahrgenommen, auf dem andere sie offenbar sehen. Der Anspruch, den ich an Digitalisierung, Automatisierung und fachliche Spezialisierung habe, fühlt sich für mich selbst oft einfach normal an.

Durch den Wettbewerb hat sich diese Wahrnehmung verändert. Der Jungmakler Award gibt jungen Maklern eine Bühne und macht Ideen sichtbar, die im normalen Branchenalltag vielleicht noch nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Gerade beim Einsatz von KI und Prozessautomatisierung gibt es in der Versicherungswirtschaft noch enormes Entwicklungspotenzial.

Ein Sieg wäre für mich deshalb weniger aus wirtschaftlichen Gründen wichtig. Das Preisgeld steht nicht im Vordergrund. Entscheidend wäre die Anerkennung durch eine unabhängige Jury und die Branche. Wenn eine externe Institution sagt: „Alex, wir sehen dich“, dann wäre das für mich etwas ganz Besonderes – fast wie ein moderner Ritterschlag für das, was ich in den vergangenen Jahren aufgebaut habe.

Was hat Ihnen die Teilnahme darüber hinaus gebracht?

Der Wettbewerb zwingt einen dazu, das eigene Unternehmen und seine Zukunftsfähigkeit kritisch zu hinterfragen. Das ist sehr wertvoll, auch wenn man sich mit solchen Fragen im Alltag nicht immer freiwillig beschäftigt.

Besonders wichtig ist mir außerdem der Austausch mit anderen jungen Maklern. Viele stehen vor ähnlichen unternehmerischen Herausforderungen oder befinden sich in einer vergleichbaren Lebensphase. Gleichzeitig gibt es eine hohe Offenheit für Innovation und Technologie. Dieser Austausch auf Augenhöhe bringt neue Perspektiven.

Auch die Sichtbarkeit hat bereits spürbar zugenommen. Ich bin eigentlich jemand, der gerne etwas unter dem Radar arbeitet und nicht unbedingt die Öffentlichkeit sucht. Trotzdem ist es natürlich positiv, wenn das eigene Unternehmen und die eigenen Themen innerhalb der Versicherungswirtschaft stärker wahrgenommen werden. Ich wurde bereits von Unternehmen und Maklerbetreuern angesprochen, die mich im Rahmen der Jury kennengelernt hatten. Dieser Netzwerkeffekt ist schon jetzt ein konkreter Mehrwert.

Wo soll sich die Westfalenmakler GmbH künftig hinentwickeln?

Die Spezialisierung auf Sanitätshäuser und orthopädische Werkstätten bleibt unser Kern. Gleichzeitig möchte ich das Geschäftsmodell langfristig innerhalb des Heilberufesektors erweitern. Denkbar sind beispielsweise Physiotherapeuten, Ärzte, Heilpraktiker oder Apotheken. Das ist keine Abkehr von der Spezialisierung, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Wir bleiben in einem Umfeld, das wir kennen, und können unser vorhandenes Branchenwissen und bestehende Lösungen auf verwandte Zielgruppen übertragen.

Die vergangenen zwei Jahre waren für mich eine Wahnsinnsreise. Ich habe viel Vertrauen erfahren – von meinen Kunden, meiner Familie, Produktanbietern und der vfm. Auch durch den Jungmakler Award ist noch einmal eine neue Form der Anerkennung hinzugekommen.

Wenn ich heute auf meine Entscheidung zurückblicke, kann ich nur sagen: Ich würde es immer wieder genauso machen. Der Wechsel in die Maklerschaft und die Entscheidung für die vfm waren absolut richtig. Hinter dieser Entscheidung stehe ich heute so fest, dass da kein Blatt Papier mehr dazwischenpasst.